Newsletter 11/2003
Newsletter-Archiv
Liebe Leser/innen des anujo-Newsletter, 

endlich ist es soweit, die anujo-Seite hat eine totale Überarbeitung erfahren und eine neue Adresse bekommen. Außerdem hat auch der Newsletter eine neue Struktur bekommen. Jeder Newsletter hat ab sofort ein Schwerpunktthema, dieses Mal geht es um die Frage: "Wieviel muss man von einem Problem wissen, um es zu lösen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Problem und Lösung?". 
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und hoffe, dass die Veränderungen auf Ihr Interesse stoßen. 
Mit freundlichen Grüßen 
Uwe Straß

Inhalt dieses Newsletters:
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1. Einstellung der Pflege der anujo-Website, Vorstellung der UweStrass.de-Seite
2. Schwerpunktthema: Problemorientierung versus Lösungsorientierung
3. Neues auf UweStrass.de
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1. Einstellung der Pflege der anujo-Website, jetzt neu: www.uwestrass.de

"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu"
Die alte Struktur der anujo-Seite wurde immer unübersichtlicher. Deshalb habe ich die Pflege und den Ausbau der anujo-Seite eingestellt. Statt dessen habe ich die Inhalte in modifizierter Form und neu gestaltet mit in die neue WebSite übernommen: www.uwestrass.de. Diese Seite konzentriert sich nun stärker auf meine beruflichen Inhalte. Mit dieser Seite begleite ich meine Projekte, indem ich den Teilnehmer/innen und Interessierten Informationen und Ressourcen zur Verfügung stelle. 
Übersicht über die neue WebSite: www.uwestrass.de
Übersicht über die Projekte: www.uwestrass.de/projekte.html
Übersicht mindmaps und Arbeitsblätter: www.uwestrass.de/tools.html
Auch der Newsletter konzentriert sich in Zukunft auf die entsprechenden Projekt-Themen. Er erscheint in Zukunft regelmäßig alle zwei bis drei Monate. Los geht es in diesem Newsletter mit dem Thema "Problem- versus Lösungsorientierung". Außerdem erfahren Sie über den Newsletter welche neuen Seiten bei www.uwestrass.de hinzugekommen sind. 
Über Rückmeldungen und Anregungen zru Website und zum Newsletter freue ich mich sehr.
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2. "Wieviel muss man von einem Problem wissen, um es zu lösen? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Problem und Lösung?"

In einem meiner letzten Coaching-Fälle ging es um die Unzufriedenheit eines Angestellten eines mittelständischen Unternehmens. Herr Krolle kam in der ersten Stunde und beklagte die Zustände in seinem Unternehmen. Die Arbeitsatmosphäre war schlecht, organisatorische Abläufe chaotisch. Sein neuer Vorgesetzter war offensichtlich stark überfordert. Herr Krolle litt sehr unter diesen schlechten Arbeitsbedingungen.
Viele beginnen nun in der ersten Stunde mit einer langen und ausführlichen Schilderung ihres Problems. Der Wille zur Veränderung drückt sich oft in dem Bemühen aus, das Problem so ausführlich wie möglich darzustellen, um dem Coach als Experten bei der Analyse des Problems behilflich zu sein. Verknüpft damit ist nicht selten die Erwartung, der Experte möge mit seinem ganzen Wissen eine hilfreiche Diagnose mit aufbauenden Behandlungskonzept (am besten mit einem schnell einzulösenden Rezept) stellen. Vergleichbar mit einem Besuch bei einem guten Arzt. Leicht kann diese Einladung sehr schmeichelnd sein, wer möchte nicht - ähnlich der Halbgötter in Weiß - heilende Worte sprechen und mit klugen Ratschlägen Probleme wie im nichts verschwinden lassen? 
So mündete die Problemschilderung von Herrn Krolle auch in die Aufforderung an mich: "Sagen Sie mir, was ich tun soll!". 
Geht man nun problemorientiert vor, stellt man viele Fragen, die das Problem eingrenzen und die Ursachen analysieren. Man folgt der Hypothese, es gäbe einen Zusammenhang zwischen Problem und Lösung. Man muß nur genügend vom Problem wissen, dann findet man sicherlich die richtige Lösung. 
Würde ich nun wie bisher viele problemorientierte Fragen zum Zwecke der Probelmanalyse stellen, würde Herr Krolle bereitwillig Auskunft geben. Nicht selten habe ich erlebt, dass dabei die Ratsuchenden immer mehr in eine Art Problemtrance verfallen. Auch äußerlich ist ihnen mit jeder Frage mehr der Schmerz, die Belastung anzusehen. 
Herrn Krolle aber stellte ich eine andere Frage. "Angenommen Herr Krolle,  Sie würden jetzt nach Hause gehen und heute Nacht würde, ohne dass Sie das mitbekommen, eine Fee erscheinen und einen Feenspruch sprechen, sodass Sie morgen zur Arbeit kommen und die Probleme, die Sie benannt haben, wären plötzlich weg, was wäre dann anders?"
Zunächst erscheint diese Frage Herrn Krolle ungewöhnlich. Aber ich mache ihm Mut, für einem Moment sich auf diese "Wunderfrage" einzulassen. Zögerlich tut er es. Zunächst beschreibt er Veränderungen, die er an seinem Chef und seinen Kolleg/innen wahrnimmt. Durch Komplimente meinerseits, dass er sich so konkret auf die Frage einlässt, fühlt sich Herr Krolle bestärkt und beschreibt, welche Veränderungen er auch an sich wahrnehmen würde. 
Während Herr Krolle in der Problembeschreibung sich als ein Problemopfer beschrieb, verführte ihn die Wunderfrage dazu, so zu tun, als ob das Probelm schon gelöst wäre. Er nahm den Blickwinkel eines Lösungsopfers ein. 
Ein weiterer Schritt in der Beratung war die Frage nach Ausnahmesituationen, in denen das Probelm nicht bzw. nicht so stark anwesend war oder wo er Ansätze seiner Lösungsvisionen bereits erlebte. Jetzt berichtete Herr Krolle von früheren (erfolgreichen) Situationen. Durch lösungsorientiertes Nachfragen konnte er seine Verhaltensweisen in diesen Situationen genauer beschreiben. 
Die Gesichtszüge von Herrn Krolle lockerten sich immer wieder auf. Die Schultern hingen nicht so tief wie im ersten Teil der Beratung, als er sich in das Problem hineinvertiefte. 
Im weiteren Beratungsprozess entwickelte Herr Krolle für sich kleine hilfreiche Ziele, im Rückgriff auf die bereits erlebeten Ausnahmen. Er schilderte, dass er lerne, die Dinge anders zu betrachten, zu bewerten. Die Probleme waren nicht plötzlich alle weg, aber er sprach davon, dass sein Blickwinkel sich zu verändern beginne und er dadurch in den konkreten Situationen für sich immer mehr Handlungsalternativen entdeckte und er insgesamt aktiver mit den Situationen umging statt sie passiv zu ertragen. 
Herr Krolle hat für sich Lösungen erarbeitet - ohne dass wir eine Problemanalyse vorgenommen haben. Scheinbar ist es für das Lösen irrelevant, das Problem und seine Ursachen bis ins Detail zu kennen. 
Weitere Informationen: www.uwestrass.de/to-proloes.html
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3. Neues auf www.uwestrass.de

Die Seite setzt sich zusammen aus folgenden Bereichen: 
www.uwestrass.de/profil.html
Mein Profil, mein Arbeitsansatz und die Geschichte vom korsischen Kiefernwickler.
www.uwestrass.de/projekte.html 
Aktuelle und vergangene Projekte mit Informationen, mindmaps und Arbeitsblättern.
www.uwestrass.de/tools.html
Mindmaps und Arbeitsblätter
www.uwestrass.de/links.html
Linksammlungen zu den Projekten und zu den entsprechenden Themen

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