Newsletter 12/2003
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Newsletter 12 / 2003

„Wer keine Ziele hat, arbeitet (lebt) für die Ziele anderer!“
„Life is what happens to you while you´re busy making other plans” (John Lennon).

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Sie es sich gerade zu einem Jahreswechsel besonders schwer machen könnten? Wie Sie all diesen positiven Optimisten den Kampf ansagen könnten? 
Manchmal laufen die Jahre so schlecht, dass sich Veränderungen, insbesondere positive nicht vermeiden lassen. Daher sollten Sie unbedingt lernen, Veränderungen weitgehend zu ignorieren. Nehmen Sie Erfolge bzw. positive Veränderungen einfach nicht wahr oder nehmen Sie diese zumindest als selbstverständlich hin. Hilfreich dabei ist, sich gar keine Zeit zu nehmen, über positive Veränderungen nachzudenken. Statt sich auf Unterschiede zu konzentrieren (z.B. wann lief es 2003 besser, wann schlechter), sollten Sie sich auf das konzentrieren, was gleich geblieben ist. Gehen Sie ruhig von der Überzeugung aus, dass der Mensch in den ersten Jahren (endgültig) geprägt wird und sich danach nur noch Muster wiederholen. Achten Sie also darauf, solche Muster zu entdecken, konzentrieren Sie sich auf das Unveränderliche, das unausweichliche, das Schicksal, z.B. die schlechte Kindheit, die Familiensituation, die schlechte Weltlage, das Schlechte im Menschen, auf das, was andere Ihnen dieses Jahr zugefügt haben,.... Richten Sie Ihren Fokus auf das Unveränderliche, am Besten auf das Verhalten anderer. Gleichzeitig achten Sie auf Ihre Defizite, auf nicht erreichten Ziele, auf die sich wiederholenden schlechten Erfahrungen. Besonders effektiv ist es, sich Lebensthemen zu konstruieren, wenn möglich gewichtige, belastende und möglichst unveränderliche Themen. 
Sollte etwas schief gelaufen sein und ein Jahr sollte doch auch etwas positives gebracht haben, schieben Sie die Ursache auf keinen Fall auf sich selbst. Leicht lassen sich Menschen in Ihrer Umgebung finden, die Sie dafür verantwortlich machen können. 
Für negative Entwicklungen hingegen sollten Sie sich selbst verantwortlich machen. 
Nutzen Sie Jahreswechsel auf keinen Fall dafür, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, es sei denn, es sind negative. Malen Sie sich nicht positive Situationen aus. Phantasieren Sie sich keine Veränderungen, Unterschiede oder positive Entwicklungen.  Am besten nutzen Sie die Tage zwischen den Jahren für Aufräumaktionen, Kochorgien und sonstige Aktivitäten, die verhindern, über irgendetwas nachzudenken, zu reflektieren. Nutzen Sie Silvesterrituale nicht als Jahresrückblick und Jahresvorschau oder ähnlich besinnlichen Quatsch;  sondern als immer wiederkehrende Anlässe sich in Aktivitäten zu stürzen, als ....

Wenn Sie diese Gedanken perfektionieren wollen - und Perfektionismus ist eine gute Grundlage, um es sich schlecht gehen zu lassen -, dann machen Sie sich keine positiven Vorsätze fürs neue Jahr. Vielmehr sollten Sie sich fragen: „Was könnte ich tun, um mir das Jahr 2004 richtig schwer zu machen? Was müsste ich unterlassen, damit 2004 ein anstrengendes Jahr wird?“ Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit, lassen Sie sich von Ihrer Erfahrung leiten! Was haben Sie 2003 getan, um es sich schwer gehen zu lassen? Was haben Sie, sicherlich nur aus Versehen, getan um es sich gut gehen zu lassen? Das sollten Sie 2004 unbedingt unterlassen! Vielleicht gibt es auch Situationen, die sie vermehrt aufsuchen sollten? Oder Menschen, die Ihnen gar nicht gut getan haben, verstärkt kontaktieren? Vermeiden Sie dagegen Zusammenkünfte mit denen, die Ihnen 2003 gut getan haben. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr 2004.

Ihr Uwe Straß
 


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